Liebe Mitglieder, Unterstützer*innen und Interessierte!
Der Kita-Fachkräfteverbands Rheinland-Pfalz
wünscht Euch ein frohes Weihnachtsfest
und einen guten Start ins neue Jahr!

Das Kita- Jahr 2022 war turbulent. Das wird sich im kommenden Jahr nicht ändern. Wir werden weiterhin den Mangel verwalten und Lösungen finden müssen, die kurz- mittel- und langfristig die Lage entspannen.
Unser Verband hat sich 2022 weiter mit den verschiedenen Kita-Akteuren weiter vernetzt. Auch die länderübergreifende Arbeit unserer Verbände hat sich intensiviert.
Es macht uns Mut, dass
- immer mehr Fachkräfte öffentlich über die Probleme in ihrer Kita sprechen und dort Grenzen setzen, wo prekäre Betreuungssituationen entstehen.
- die Zusammenarbeit und Vernetzung unseres Verbands mit den Elternvertretungen auf Kreis- und Landesebene in RLP wächst.
- die Bundeselternvertretung der Kita-Eltern deutliche Worte auf Bundesebene findet und bessere Rahmenbedingungen einfordert.
- Kita-Eltern laut werden und für bessere Bedingungen demonstrieren.
- die Kita-Problematik auf verschiedenen politischen Ebenen ankommt und regelmäßig im Landtag von RLP, aber auch anderen Bundesländern diskutiert wird.
- in allen Bundesländern die jeweilige Opposition deutliche Worte über die Zustände in unseren Kitas findet und Verbesserungen einfordert.
- das Bildungsministerium von RLP ein Aktionsforum zur Fachkräftegewinnung und Sicherung (wie gewinne ich mehr Leute für die Arbeit in Kitas und wie halte ich Kita-Fachkräfte im Beruf und verhindere, dass sie aussteigen?).
- der Kita-Fachkräfteverband RLP an diesem Aktionsforum teilnimmt.
- sich Wissenschaft, Kita-Praxis, Verbände und Gewerkschaften einig darüber sind, welche pädagogischen Standards notwendig wären, damit die Kitas ihrem gesetzlichen Auftrag nach frühkindlicher Bildung, individueller Förderung und bedürfnisorientierter Betreuung nachkommen können.
- die Kita-Fachkräfteverbände zunehmend in fachliche Diskurse mit einbezogen werden und sich immer mehr Allianzen unter den Kita-Akteuren bilden.
- Wissenschaftler aus Frühpädagogik und den Erziehungswissenschaften und andere Kita-Akteure laut und deutlich öffentlich auf die Missstände in unseren Kitas hinweisen, Brandbriefe verfassen und Aufrufe starten.
- die Medien zunehmend über den Kollaps des Kita-Systems berichten und sich medial damit auseinandersetzen.
- Leute aus unseren Verbänden gefragte Interviewpartner*innen geworden sind und bei journalistischen Recherchen um ihre Einschätzung gebeten werden.
- es viele konkrete Lösungsvorschläge seitens verschiedener Kita-Akteure gibt, wie es besser werden kann.
Auch 2023 werden wir uns als „Stimme aus der Praxis“ für kindgerechte Kitas stark machen. Wir wollen die Kolleginnen und Kollegen aus den Kitas ermutigen, das Gespräch zu suchen, Probleme transparent zu machen, fachlich zu argumentieren, konkrete Forderungen zum Wohle der Kinder zu stellen und ihre Anliegen an den jeweiligen Verantwortungsträger im Kita-System zu richten.
Weil Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft sind, kann und darf es in unseren Kitas nicht so bleiben, wie es ist!
Unsere Gesellschaft braucht stabile Persönlichkeiten und kluge Köpfe. Personell und räumlich gut ausgestattete Kitas könnten hier einen wichtigen Beitrag leisten und Chancengerechtigkeit für alle Kinder ermöglichen.
Wir hoffen, 2023 diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, auch wenn noch ein weiter Weg vor uns liegt.
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Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
