In der Gesprächsrunde vertreten waren Politiker, Eltern aus örtlichen und überörtlichen Elternausschüssen, Erzieher*innen und KiTa- Leiter*innen. Vom Kita-Fachkräfteverband war Frau Theobald eingeladen.
Der Gesprächsschwerpunkt lag auf der aktuellen Corona-Problematik. Es war interessant, aber auch bedrückend, wie viele Eltern und Kita-Fachkräfte von Corona-Fällen in Ihren Einrichtungen berichteten. Eine Einrichtung war sogar bereits zweimal von Schließung betroffen. Die Eltern wünschen sich natürlich, dass die KiTas geöffnet bleiben. Viele Eltern sehen aber auch die Problematik und sind zu Kompromissen, wie zu Einschränkungen der Öffnungszeiten bereit, wenn die Lage es erfordert. Die Pandemie stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Die Gesprächsteilnehmer wünschten sich eine klare transparente Kommunikation von Seiten der politisch Verantwortlichen und ein Nachvollziehbares Handeln der Gesundheitsämter. Die Wahrnehmung war, dass hier sehr unterschiedlich agiert wird. Herr Brandl berichtete über die Forderung der CDU nach einem Landesgesundheitsamt, damit Dinge klarer und einheitlicher geregelt werden.
Die KiTas warten bereits seit über zwei Wochen auf die angepassten Leitlinien für den KiTa- Alltag unter Corona-Bedingungen. Wenige Stunden alt war am Donnerstag das aktualisierte Schnupfenpapier und das Versprechen des Gesundheitsministers, den Kitas Schnelltests zur Verfügung zu stellen. Auch darüber tauschte sich die Gesprächsrunde aus.
Auf der kommunalen Ebene machen sich die Verantwortlichen für die KiTas große Sorgen wegen des Personalmangels, wie Herr Buttweiler erläuterte. Fachkräfte sind kaum zu finden. Viele Kitas arbeiten bereits mit Hilfs- und Vertretungskräften, was die Lage etwas entspannt, aber die Probleme nicht löst. Das Thema Fachkräftemangel ist nicht nur in Bezug auf die Coronapandemie ein großes Problem, sondern auch im Hinblick auf das neue Kita-Gesetz. Um alle Kinder mindestens sieben Stunden zu betreuen und die Bedarfe darüber hinaus auch noch abzudecken, braucht es mehr Personal. Es bleibt die große Frage, woher diese Kräfte ab Sommer 2021 herkommen sollen.
Ein Elternvertreter sprach die Thematik an, dass im neuen Gesetz vorgeschrieben wird, dass es in allen Städten und Kreisen übergeordnete Elternausschüsse geben muss. Bis jetzt gibt es in RLP einen Flickenteppich. Manche KEAs und STEAs sind aktiv, manche sind inaktiv und bestehen aus wenigen Mitgliedern oder nur einer Person, und manche Städte und Kreise haben gar keinen STEA oder KEA.
Da dem KiTa-Fachkräfteverband gerade auch die Zusammenarbeit mit den Eltern am Herzen liegt, begrüßen wir die Initiative, dass nun flächendeckend überörtliche Elternausschüsse gegründet werden. Eltern und KiTa-Fachkräfte haben das gemeinsame Anliegen eines kindgerechten KiTa-Alltags mit guter Bildung und Betreuung. Deshalb ist es so wichtig, dass hier ein regelmäßiger Austausch stattfindet, Argumente ausgetauscht und verschiedene Sichtweisen mit eingebracht werden.
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Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
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Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
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Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
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