
Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte!
Im Zusammenhang mit unserer Onlineveranstaltung zum Thema Schutzkonzept erreichten uns einige Fragestellungen.
Wir wurden nach Teilnahmebestätigungen gefragt und ob wir Veranstaltungen nicht tagsüber anbieten oder Vorträge nicht aufzeichnen könnten.
Unsere Onlineveranstaltungen sind keine Fortbildungen im eigentlichen Sinn. Vorträge, die wir anbieten, sollen Impulse geben, sich näher und tiefer mit dem jeweiligen Thema zu beschäftigen. Es geht darum, sich persönlich auf den Weg zu machen, Nein zu prekären Arbeitsbedingungen zu sagen und sich vor Ort für Verbesserungen einzusetzen.
Die Organisation von klassischen Fort- und Weiterbildungen sehen wir nicht als unsere Aufgabe. Es gibt bereits ein reichhaltiges Angebot zu den verschiedensten Themen und eine große Auswahl an Fortbildner*innen. Auch zum Thema Kita-Schutzkonzept gibt es viele Fortbildungsmöglichkeiten. Der Referent unseres Schutzkonzeptvortrags bietet zum Beispiel Inhouseseminare zum Thema an.
Uns geht es darum, Diskussionen anzuregen, ins Gespräch mit Verantwortlichen des Kita-Systems zu kommen, zur Vernetzung beizutragen und den Kita-Fachkräften eine öffentliche Stimme zu geben.
Der Kita-Fachkräfteverband arbeitet rein ehrenamtlich. Das gilt auch für die Arbeit im Vorstand. Alle aktuellen Vorstandsmitglieder sind Erzieherinnen, die täglich in der Kita arbeiten oder eine Kita leiten. Mit unseren Texten, Chats, Aktivitäten und Onlineveranstaltungen machen wir Mut, für Veränderung in den Einrichtungen vor Ort einzutreten. Wir wollen unsere Berufsgruppe in Bewegung bringen, damit sie nicht mehr alles unwidersprochen hinnimmt und kindgerechte Rahmenbedingungen einfordert. Durch unsere Arbeit erlebt jede Fachkraft, dass sie nicht allein die Verhältnisse in unseren Kitas kritisch sieht. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen beginnen, über die Probleme offen zu sprechen und sie sichtbar zu machen.
Wir sind eine Community, die vom engen Austausch lebt. Dabei leitet uns unser Motto „die Stimme aus der Praxis.“ Wir wollen, dass diese Stimme nicht mehr zu überhören ist und hartnäckig auf die Missstände aufmerksam macht.
Im Rahmen unserer Veranstaltungen sprechen wir immer wieder wichtige und grundlegende Themen an. Betrachtet sie als Angebot und keinesfalls als Verpflichtung. Wenn Ihr an einem Termin nicht dabei sein könnt, klappt es vielleicht an einem anderen.
Wir haben auch Verständnis für diejenigen, die es nicht schaffen, sich in ihrer Freizeit mit dem Thema Kita zu befassen. Jedes Mitglied zeigt allein durch seinen Beitritt, dass es für eine kindgerechte Qualität in unseren Kitas eintritt. Aktive Mitarbeit ist keine Bedingung, um Mitglied zu werden!
Hier noch eine Idee für Kita-Teams in Bezug auf unsere Onlineveranstaltungen:
Die Vorträge oder Themenabende könnten gemeinsam vom Kita-Team angeschaut werden, um dann anschließend zu diskutieren, wie man die Impulse in der eigenen Kita umsetzen kann. Damit wäre die Veranstaltung dienstlich, auch wenn sie abends stattfindet. Mitarbeiter*innen bekämen dann dafür einen Freizeitausgleich.
Wir wünschen allen unseren Mitgliedern, Freunden und Interessierten viel Kraft, Mut und einen langen Atem für ihre Arbeit in den Kitas und dem Engagement für kindgerechte Kitas!
Es grüßt euch herzlich Euer Vorstand des Kita-Fachkräfteverbands Rheinland-Pfalz
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Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
