Der Kita-Fachkräfteverband RLP kritisiert die neuen Quarantäneregeln für Kitas. Immer noch fehlt eine verbindliche Teststrategie. Die Maßnahmen für Schulen sind weiterhin wesentlich umfassender und effektiver als die für Kitas.
Direkt nach Bekanntwerden der neuen Corona-Regeln in Schulen und Kitas am 25.1.2022, erreichten unseren Verband zahlreiche Nachrichten aus allen Teilen unseres Bundeslandes.
Erzieher*innen kritisieren vor allem folgende Dinge:
Es gibt nach wie vor kein flächendeckendes verbindliches Testangebot in Kitas. Jedem Träger oder jeder Kommune ist es völlig freigestellt, ob getestet wird und in welcher Weise. Auch dort, wo Angebote geschaffen wurden, werden sie je nach Elternschaft in sehr unterschiedlichem Maße wahrgenommen.
Viele Fachkräfte erkranken, obwohl sie geimpft und geboostert sind. Geschildert werden leichte Symptome genauso wie hohes Fieber, starke Erkältungs- oder Grippesymptome. Manche Kollegen und Kolleginnen fehlen nicht nur einige Tage, sondern sind wochenlang krank. So berichtet uns beispielsweise eine trotz Booster selbst von starken Erkältungssymptomen und Fieber betroffene Kollegin aus dem Kreis Mainz-Bingen, dass in ihrer Kita aktuell Kinder und Kolleginnen positiv und symptomatisch erkrankt sind. Eine Kita-Leitung aus der Eifel schildert uns, dass in ihrer Kita eine zweistellige Zahl Kinder und vier geboosterte Erzieher*innen betroffen sind. In beiden Kitas gibt es noch weitere Verdachtsfälle, die noch nicht durch PCR Test bestätigt wurden.
In den Einrichtungen erleben wir immer wieder, dass Schnelltests zunächst negativ, aber wenn an darauffolgenden Tagen getestet wird, dann doch positiv sind. Auch hierzu kamen heute zahlreiche Berichte.

Es bleibt daher die große Frage unter den Fachkräften, warum es bei einem positiven Fall in Schulen sinnvoll und notwendig ist, an fünf darauffolgenden Tagen zu testen, während in Kitas ein einziger Schnelltest genügt, um zum Alltag zurückzukehren.
Während Schulklassen unter sich bleiben und so relativ überschaubare feste Gruppen bilden, sagt die Ministerin auch heute wieder, dass in Kitas nur Kohorten gebildet dürfen, wenn die Öffnungszeiten nicht eingeschränkt werden. In den meisten Kitas geht aber das eine nicht ohne das andere, weil die Bildung fester Settings mehr Personal erfordert. Daher herrscht in vielen Kitas weiterhin Normalbetrieb, in dem nicht selten mehr als hundert Kinder über den ganzen Tag hinweg in engem Kontakt stehen. (Zitat PM des Bildungsministeriums vom 25.1.22 „Wenn es die Infektionslage erforderlich macht oder als zusätzliche Schutzmaßnahme gewünscht wird, können zudem feste Kohorten gebildet werden, sofern das ohne Einschränkung der Betreuungszeiten geschieht“, erläuterte die Ministerin)
Eine wissenschaftlich fundierte epidemiologische Erklärung des Bildungsministeriums für das unterschiedliche Vorgehen in Kitas und Schulen würde viele Erzieher*innen sehr interessieren.
Da Omikron in Rheinland-Pfalz gerade erst Anlauf nimmt, blicken die Kita-Fachkräfte mit großer Sorge in die nächsten Wochen und befürchten weiter stark steigende Zahlen in den Einrichtungen.
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Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
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Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
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Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
