
Am Mittwoch, den 13.01. 2021 fand eine Webkonferenz der Landtagskandidatin Frau Müller (SPD) statt, zu der unser KiTa-Fachkräfteverband Rheinland-Pfalz eingeladen war. Thema war die Zukunft der frühkindlichen Bildung in RLP.
Es war sehr erfreulich, dass viele Erzieher*innen teilnahmen, zum Teil auch aus anderen Bundesländern.
Die Problemfelder wurden in einem konstruktiven Gespräch klar umrissen. KiTa-Fachkräfte kämpfen überall mit schlechten Rahmenbedingungen, die einer guten frühkindliche Bildung und einem kindgerechten KiTa-Alltag im Wege stehen.
Susanne Müller möchte sich laut eigener Aussage für die Verbesserung der frühkindlichen Bildung einsetzen, weil sie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit als Förderschuldirektorin erlebt, mit welchen Defiziten manche Kinder zu ihr in die Schule kommen. Sie sagt: “Je früher gute Bildung und gezielte Förderung ansetzen, desto effektiver ist der Erfolg.”
Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass der quantitative Ausbau der Betreuung (längere Zeiten und jüngere Kinder) zu Lasten der pädagogischen Qualität geht, da Personal und Räume nicht adäquat angepasst wurden. Die Frage, was KiTas in Zukunft brauchen, um ihrem Bildungsauftrag gerecht zu werden, wurde sehr einmütig beantwortet.
Um eine gute frühkindliche Bildung mit gezielter Förderung (ein Motto der SPD heißt: „Kein Kind darf zurückbleiben“) zu gewährleisten, brauchen wir einen besseren Personalschlüssel bzw. kleinere überschaubare Gruppen, gesetzlich verankerte mittelbare Arbeitszeiten zur gezielten Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit und Räumlichkeiten, die ausreichend Platz zum Spielen und Bewegen, aber auch für differenzierte Bildungsangebote bieten. Es geht darum, dass alle Kinder je nach Alter und Entwicklungsstand die Bildungsangebote bekommen, die sie brauchen. Frau Müller will sich hier für genügend personelle und zeitliche Ressourcen einsetzen, um den Übergang von der KiTa in die Grundschule optimal zu gestalten.
Einigkeit herrschte auch darüber, dass durch eine flächendeckende bezahlte duale Ausbildung die Attraktivität des Erzieherberufs gesteigert werden kann. Mit einer bezahlten Ausbildung würden wohl mehr junge Menschen diesen Beruf wählen. Das könnte dem Problem des Fachkräftemangels entgegenwirken, und die KiTas hätten durch die Azubis Unterstützung vor Ort. Wichtig ist dafür natürlich, dass Azubis grundsätzlich nicht auf den Stellenschlüssel angerechnet werden.
Insgesamt konnte durch die hohe Präsenz von Fachkräften aus der Praxis eine fachlich fundierte Diskussion stattfinden. Um die Themen der frühkindlichen Bildung dauerhaft in die politische Diskussion zu bringen, sind Gespräche solcher Art von großer Bedeutung. Für die Gesprächsbereitschaft von Frau Müller und die aktive Teilnahme der Kolleginnen und Kollegen bedanken wir uns herzlich.
Wenn auch du dich als Stimme aus der Praxis einbringen möchtest, melde dich gerne bei uns!
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Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.
Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.
Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.
Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!
Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):
Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.
Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.
Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”
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