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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. In den letzten 2 Jahren habe ich sehr viel Verständnis für sämtliche Vorgaben bezüglich der Pandemie aufgebracht. Aber auch ich gerate immer mehr an meine Grenzen.
Mein Team und ich haben wirklich alles Erdenkliche dafür getan den Bestimmungen gerecht zu werden, mal mit mehr, mal mit weniger Verständnis sowohl bei uns als auch bei den Eltern.
In und für die Schulen gab es immer sehr klare Regelungen, nur für die Kitas waren die Vorgaben immer „wischiwaschi“. Ich und viele meiner KollegInnen verstehen einfach nicht warum Kitas nicht gleichermaßen in die Regelungen eingebunden werden. Politiker sprechen immer davon wie wichtig unsere Einrichtungen sind (wir werden auch als Bildungseinrichtung benannt) und das alles dafür getan werde diese offen zu halten. Aber seien wir mal ehrlich, mit Bildungseinrichtung haben die meisten Kitas nicht viel gemein. Nicht weil das Personal nicht die richtige Ausbildung hat, sondern weil durch viele falsche Entscheidungen der Politik es dem Personal unmöglich gemacht wird dem Bildungsauftrag gerecht zu werden.
Das fängt bei der Corona Pandemie an und hört beim „guten Kita Gesetz“ auf. Den Eltern wird in einem Fort suggeriert wie toll alles ist. Die Kitas sind sicher (Corona existiert dort quasi nicht) und Eltern können ihre Kinder mind. 7 Stunden zur Betreuung bringen.
Meine Einrichtung hatte bisher wirklich Glück in Sachen Corona, wir hatten tatsächlich nur 1 bestätigten Fall bei den Kindern (!) und keinen beim Personal. Aber ich kenne genügend Einrichtungen im Umfeld, in denen es anders aussieht. Unsere Eltern waren in all der Zeit auch sehr umsichtig und haben ihre Kinder wann immer es möglich oder nötig war zuhause gelassen.
Und trotzdem…. Inzwischen bezweifle ich das Kitas wirklich so wichtig genommen werden wie es immer gesagt wird. Denn all die Regelungen die vorgegeben werden gelten dem Wohl der Eltern, bzw. dem Wohl der jeweiligen Arbeitgeber. Aber niemand von Ihnen sieht wie es den Kindern oder uns Erziehern damit geht. Die Kinder sind in der ganzen Episode die Leid tragenden. Sie werden wissentlich dem Virus und damit der Möglichkeit schwer zu Erkranken bzw. mit Langzeitfolgeerkrankungen ausgesetzt da sie nicht geimpft sind (und auch nicht geimpft werden können). Dabei sind die Kinder doch unser aller Zukunft…..?!!!!!!!! Denn gerade die Kinder in den Kitas können kaum geschützt werden, zumindest nicht mit den aktuellen Verordnungen.
Sie wundern sich warum so viele vom päd. Personal das Handtuch werfen, oder viele den Beruf gar nicht erst lernen möchten? Ganz einfach, sie haben keine Lust mehr sich von der Politik verarschen zu lassen (entschuldigen Sie die Ausdrucksweise, aber ein schöneres Wort fällt mir leider nicht dazu ein).
Wenn ich an das neue Kita Gesetz seit Juli denke wird mir jedes Mal übel. Meine Einrichtung kann das Gesetz aufgrund der Räumlichen Gegebenheiten nicht erfüllen. Unser Träger kann die Räumlichkeiten Mangels Geld nicht verändern. Den Eltern muss ich immer wieder aufs Neue erklären warum ich nicht mehr Kinder über Mittag aufnehmen kann. Es ist ermüdend, wirklich sehr ermüdend. Ein Gesetz an den Start zu bringen ohne wirklich darüber nachzudenken oder nachzuhören ob dieses wirklich praktisch umsetzbar ist, ist in meinen Augen unverantwortlich! Denn auch Sie müssten wissen das Theorie und Praxis machmal oder sehr oft Welten auseinander liegen.
Ich habe noch über 20Jahre im Beruf vor mir und ich überlege ob ich diese Verantwortung als Kita-Leitung wirklich noch so lange tragen möchte und kann.

Am allerwenigsten verstehe ich, warum die Politik (Frau Hubig im Besonderen) so die Ohren auf Durchzug stellt. Von allen Seiten, Gewerkschaften/Kitaverband/Kitas direkt/andere Politiker, wird erklärt das die Coronaregelungen so nichts bringen und auch das Kita Gesetz nicht umsetzbar ist. Aber es wird ignoriert. Alles…. Warum kann man sich nicht mit Leuten aus der Praxis auseinandersetzen und deren Einwände miteinbeziehen? Was ist so schwer daran????
Rheinland-Pfalz hat eine sehr gute Kitavertretung, den Kitafachkräfteverband der jederzeit bereit ist im Sinne der Kitas zu beraten. Bitte nutzen Sie das Angebot!

Ich hoffe das sich ganz bald etwas an der Denkweise der Politik verändert, denn wenn man so weiter macht wird der Fachkräftemangel sehr bald unermesslich sein. Und dann können Sie als Politiker den Eltern erklären warum sie ihre Kinder nicht genügend betreuen lassen können.

Danke für die Aufmerksamkeit.

SK

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Der KiTa-Fachkräfteverband Rheinland-Pfalz begrüßt die Forderung des Landeselternausschusses nach Sonderbetreuungsurlaub für Eltern! Ein solches Instrument würde sicherzustellen, dass die Kinder vorwiegend zu Hause betreut werden können, bis die Infektionszahlen so zurückgehen, dass ein regulärer KiTa-Betrieb wieder zu verantworten ist (Quelle: LEA RLP).

Wir bedanken uns bei allen Eltern, die dem Appell der Regierung folgen und dadurch mithelfen, die Kontakte in den KiTas und damit die Infektionszahlen zu reduzieren. Bis zum 15.Januar befindet sich Deutschland noch im Shutdown. Mindestens so lange sind wir weiterhin auf die Solidarität der Eltern angewiesen, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen.

Wir KiTa-Fachkräfte hoffen auch im Sinne der Kinder und Familien auf gute und praktikable Konzepte, die einen effektiven Infektionsschutz im KiTa-Alltag ermöglichen. 

Durch klare Vorgaben, die Kinder in festen Gruppen mit festem Personal zu betreuen, effektive Luftfiltergeräte, sowie regelmäßige und anlassbezogene Tests für Personal und Kinder kann eine Betreuung unter Pandemiebedingungen sichergestellt werden. Diese Maßnahmen schränken zwar gegebenenfalls die Öffnungszeiten ein, gewährleisten aber allen Kindern einen kontinuierlichen KiTa-Besuch. Ein Sonderbetreuungsurlaub würde entstehende Engpässe ausgleichen. Den Satz des LEA-Artikels, dass das Kindeswohl über den Bedürfnissen der Erwachsenen steht, unterschreiben wir sofort.

Wenn Eltern, KiTa-Fachkräfte und alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung an einem Strang ziehen, werden wir die Krise meistern und hoffentlich im Laufe des nächsten Jahres zur Normalität zurückfinden.

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    Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):

    Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.

    Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.

    Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”

    Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.

    Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.

    Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

    Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.

    Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!

    Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):

    Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.

    Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.

    Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”

    Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.

    Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.

    Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

    Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.

    Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!

    Der nachfolgende Text stammt von unserem Verbandsmitglied Manuel Hein, Initiator der erfolgreichen Petition “Kein Regelbetrieb in KiTas” (hier abrufbar):

    Noch immer haben wir keine Reaktion der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Wir ErzieherInnen sind zutiefst enttäuscht und fühlen uns alleine gelassen. Die Anzahl der Unterschriften (bundesweit sogar über 13.000) sollten verdeutlichen, dass es viele Menschen gibt, die über die derzeitige Lage besorgt sind.

    Am 18.12.2020 wurde unsere Petition „Kein Regelbetrieb in KiTas“ an den Petitionsausschuss in Rheinland-Pfalz gesendet, des Weiteren wurde Sie den Fraktionen zugesandt. Die Plattform OpenPetition hat dann noch eine persönliche Stellungnahme bei den einzelnen Abgeordneten angefragt.

    Gestern am 21.12.2020 fand eine Videokonferenz des Ausschusses für Bildung statt. Frau Anke Beilstein kritisierte das Vorgehen von Frau Dr. Hubigs Ministerium nicht nur im Bereich der Schulen, sondern auch der Kindertagesstätten mit deutlichen Worten. Leider prallte die berechtigte Kritik an Frau Dr. Hubig ab. Als es um den Regelbetrieb in den KiTas ging, sagte Frau Dr. Hubig: „(…) gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.”

    Wie es jetzt gemacht wird, ist aber keineswegs richtig, das zeigen alleine schon die neuen Erhebungen der AOK. Dort wird deutlich, dass ErzieherInnen die Berufsgruppe mit den meisten coronabedingten Arbeitsausfällen sind.

    Mittlerweile sollte die Petition auch dem Bildungsministerium bekannt sein, trotzdem wurde sie während des Ausschusses nicht einmal erwähnt, obwohl das Thema schon eine große Medienpräsenz hat. Einzelne Abgeordnete der Opposition haben mittlerweile reagiert und den Forderungen oder zumindest einer Anhörung zugestimmt, leider reagiert niemand aus der derzeitigen Ampelregierung. Ist dies eine gewollte Verschleppungstaktik bis zum nächsten Treffen am 12.01.21? Es scheint in jedem Fall so.

    Wir ErzieherInnen sind uns unserer Aufgabe und Notwendigkeit im System bewusst. Allerdings ist es auch unsere Aufgabe die Kinder zu schützen, denn auch bei Kindern gibt es schwere Krankheitsverläufe in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

    Familien, die dringend eine Notbetreuung brauchen, haben die Fachkräfte vor Ort im Blick und wurden auch in der Vergangenheit nicht alleine gelassen.

    Reagieren Sie bitte endlich auf unsere Forderungen: KiTas und Familien brauchen Planungssicherheit!